Hautrötungen

Veröffentlicht am: 25.07.2025Zuletzt aktualisiert am: 28.10.2026Geschätzte Lesedauer: 6 Minuten

Das steckt hinter roten Flecken auf der Haut

Unsere Haut ist im Laufe des Lebens den verschiedensten Einflüssen unterworfen. Rötungen im Gesicht und an anderen Hautstellen sind eine Reaktion darauf. Die roten Flecken können punktuell oder großflächig auftreten. In den meisten Fällen handelt es sich bei Hautrötungen (Erythemen) um eine natürliche Erscheinung. Manchmal sind trockene, rote Hautstellen mit oder ohne Juckreiz jedoch ein Hinweis auf verschiedene Krankheitsbilder. Erfahren Sie mehr zu den Ursachen und der Behandlung eines Erythems. 

Was ist ein Erythem?
Erythem: Ursachen
Erythem: Behandlung
Hautrötungen vorbeugen

Kurz und knapp

  • Ursache: Verstärkte Durchblutung der Haut; z. B. durch Temperaturwechsel, Stress, körperliche Anstrengung, Reizstoffe, Infektionen oder Entzündungen 
  • Symptome: Gerötete Haut (punktuell oder großflächig), Juckreiz, Schwellung, Schmerzen oder Nässen 
  • Diagnose: Ärztliche Abklärung 
  • Behandlung: Vermeidung von Auslösern, hautberuhigende Pflegeprodukte, medikamentöse Therapie 
  • Prävention: Haut schonend pflegen, Reizstoffe meiden, Stress reduzieren, Alkohol/Nikotin einschränken 

Was tun Sie gegen Hautrötungen?

Was ist ein Erythem?

Ein Erythem entsteht durch eine gesteigerte Durchblutung der Hautgefäße, die häufig als Rötungen im Gesicht zu beobachten sind. Hautrötungen sind Reaktionen der Haut auf äußere oder innere Verursacher. Je nach Auslöser unterscheiden sich die roten Hautflecken in Größe, Farbintensität und betroffener Körperpartie. Sie sind abzugrenzen von einem Hautausschlag, der sich ebenfalls durch gerötete Haut auszeichnet. Ihm liegen allerdings andere Ursachen zugrunde. 

Erythem: Ursachen

Eine verstärkte Durchblutung im Gesicht oder am restlichen Körper ist die häufigste Ursache für Hautrötungen. Oft sind die roten Flecken auf der Haut harmlos und die Ursachen vielfältig:  

  • Körperliche Anstrengung 
  • Wechsel der Umgebungstemperatur 
  • Hoher Alkohol- oder Zigarettenkonsum 
  • Scharfes Essen und Gewürze 
  • Sonnenbrand 
  • Insektenstiche 
  • Allergien und Überempfindlichkeit 
  • Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Psoriasis oder Windeldermatitis 
  • Ekzeme (z. B. seborrhoisches Ekzem) 
  • Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten 
  • Infektiöse und parasitäre Krankheiten (z. B. Borreliose, Dengue-Fieber, Röteln) 
  • Leber- sowie Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) 

Die roten Hautflecken können sehr unangenehm sein – oftmals gehen Hautrötungen mit Juckreiz und Trockenheitsgefühl einher. Wie stark unsere Haut errötet, ist auch eine Sache der Veranlagung. Bei Menschen hellen Hauttyps fallen Hautrötungen schneller auf. Sie sind für alle sichtbar und gelegentlich Ausdruck persönlicher Gefühle. In diesem Zusammenhang steht auch das „krankhafte Erröten“. Es zählt zu den sozialen Ängsten und kann bei schwerer Ausprägung psychotherapeutisch behandelt werden. 

Auslöser von Hautrötungen

Hautrötungen lassen sich neben den oben genannten Ursachen noch weiter kategorisieren.1 Bei der Diagnose können Erytheme manchmal Hinweise auf zugrunde liegende Vorerkrankungen geben. 

Vorerkrankungen bei Erythemen

Neben alltäglichen Erythem-Ursachen gibt es eine Reihe von Erkrankungen, die mit geröteter Haut einhergehen. Zu den Auslösern von Hautrötungen zählen unter anderem die folgenden Erkrankungen.

Couperose Bindegewebsschwäche, die sich durch erweiterte Adern im Gesichtsbereich äußert, für die Betroffenen psychisch belastend. Sie tritt meist in fortgeschrittenem Alter auf und kann eine Vorstufe der Rosazea sein.
Rosazea

Wird auch Kupferrose genannt und bezeichnet eine chronisch entzündliche Hauterkrankung.  Sie zeichnet sich durch Rötungen im Gesicht und Gesichtsbereich aus, zu denen später Schwellungen, Pusteln, Knötchen oder Entzündungen hinzukommen können.

Gürtelrose Zeigt häufig Rötungen und Pusteln im Taillenbereich, seltener auch Rötungen im Gesicht oder am Hals, die mit Schmerzen verbunden sind. Eine Gürtelrose kann als Folge einer Windpockeninfektion, bei Stress oder Belastung hervorkommen. Bei Verdacht auf Gürtelrose ist eine ärztliche Abklärung nötig.
Borreliose

Wird auch Wanderröte genannt. Erkennbar ist eine Borreliose als etwa handtellergroßer Fleck, typischerweise nach einem Zeckenstich. Sie kann Anzeichen für eine Borreliose-Infektion sein, sodass ärztliche Behandlung unbedingt notwendig ist.

Erythem: Behandlung

An unserer Haut lässt sich viel ablesen – das größte Organ des Menschen ist in Laufe des Lebens vielen Einflüssen unterlegen. Wie den Rest des Körpers können wir unsere Haut durch einen gesunden Lebensstil positiv beeinflussen. Der Ruf der Haut als „Spiegel der Seele“ kommt nicht von ungefähr. Die Erythem-Behandlung ist jedoch abhängig von der Ursache.2 

  1. Bei Insektenstichen, Sonnenbrand und manchen Hautkrankheiten kommt es vor allem darauf an, die Haut zu beruhigen. Hautrötungen lassen sich oft mithilfe kühlender und feuchtigkeitsspendender Pflegeprodukte lindern. 
  2. Bei Infektionen werden Medikamente eingesetzt, um das Erythem zu behandeln. 
  3. Bei allergisch bedingten Hautrötungen müssen die Trigger identifiziert und anschließend gemieden werden. Das gelingt beispielsweise durch Allergietests oder eine sogenannte Auslass-Diät. 
  4. Bei Wechselwirkungen von Medikamenten müssen diese abgesetzt und durch alternative Wirkstoffe ersetzt werden. 

Wenn neben der Hautrötung Symptome wie Juckreiz, Schwellungen und weitere Veränderungen des Hautbildes hinzukommen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Allgemein sollte eine länger andauernde Hautrötung immer ärztlich abgeklärt werden.

Hautrötungen vorbeugen

Möchten Sie Hautrötungen vermeiden und die allgemeine Hautgesundheit verbessern, sollten Sie folgende Maßnahmen berücksichtigen: 

  • Alkohol- und Tabakkonsum einstellen
  • Scharfes Essen meiden
  • Allergie-Auslöser identifizieren
  • Stress reduzieren
  • Auf ausreichend Sonnenschutz achten 

1 Altmeyers Enzyklopädie (2024): Erythem L53.91 (zuletzt aufgerufen am 12.08.2026) 

2 MSD Manual (2025): Erythrodermie (zuletzt aufgerufen am 12.08.2026) 

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