Die Wunde

Entzündete oder nässende Wunde vermeiden

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Wunden sind Gewebedurchtrennungen von Haut, Schleimhäuten oder Organen, die beispielsweise durch Hitze, mechanische Gewalt oder Kälte verursacht wurden. Da bei einer Wunde die Schutzfunktion der Haut verloren geht, ist eine gute Wundversorgung unumgänglich. Wie Sie Entzündungen verhindern und eine schnelle Heilung fördern, erläutern wir Ihnen hier.

Wie entsteht eine Wunde?

Eine Wunde kann auf verschiedene Arten und Weisen entstehen, sodass man unter folgenden Wundarten unterscheiden kann:

Kind mit Wunde und Verband am Knie
  • Verbrennungen

  • Schürfwunden

  • Bisswunden

  • Stichwunden

  • Schnittwunden

  • Quetschwunden

Meist bemerkt man eine Wunde erst, wenn sie anfängt zu schmerzen, zu brennen oder zu stechen. Bei kleineren Schnitten spürt man oft keinen Schmerz, allerdings fängt die Schnittstelle an zu bluten, da das Gewebe verletzt ist. Wunden lassen sich außerdem in akute und chronische Wunden unterteilen.

Akute Wunden entstehen durch äußere Verletzungen, wie beispielsweise Verbrennungen und Schnittwunden. Sie verheilen in der Regel zügig und ohne weitere Komplikationen. Eine chronische Wunde hingegen finden ihre Ursache oft in einer gestörten Wundheilung oder Verletzung als Folge einer vorher gehenden Erkrankung. Chronisch deshalb, da sie nach mehr als zwei Wochen immer noch nicht verheilt ist oder eine Heilung sichtbar ist. Problematisch bei chronischen Wunden ist, dass ihnen meist Infektionen folgen. Gerade Bettlägerigkeit (Dekubitus), Immunsystemstörungen oder Venenerkrankungen fördern chronische Wunden.

Wie kann sich eine Wunde entwickeln?

Wundsekret

Das Wundsekret ist eine Flüssigkeit, die nach einer Verletzung aus dem verletzten Gewebe austritt. Dabei werden Wundkeime ausgespült und die Wunde erhält eine natürliche Wunddesinfektion. Das Wundsekret ist auch die Ursache für den Wundschorf oder die Kruste, die sich oft auf Verletzungen bildet. Diese dient ebenfalls dem Schutz vor Keimen und Bakterien und beschleunigt die Heilung der Wunde.

Nässende Wunde

Liegt die Verletzung einige Tage zurück und nässt dennoch unaufhörlich, wird von einer nässenden Wunde gesprochen. Dies kann entweder daran liegen, dass die Wunde zu groß ist und deshalb länger nässt, um sich zu reinigen. Oder aber es sind geringfügige Infektionen im Gange, weshalb die Wunde versucht, diese permanent wieder „hinaus zu spülen“ – dann dient die nässende Wunde dem Infektionsschutz.
Deshalb ist eine vermehrt nässende Wunde zunächst einmal nicht all zu problematisch. Natürlich muss die Wunde so schnell wie möglich desinfiziert und steril gehalten werden, und sich nicht nur auf das Wundsekret verlassen werden. Sollte sich die Wunde aber entzünden, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

Entzündete Wunde

Eine Wunde kann sich immer zu einer entzündeten Wunde entwickeln. Allerdings neigen Wunden durch Bisse oder durch Gewalteinwirkungen eher dazu, sich zu entzünden, als beispielsweise eine durch ein sauberes Messer entstandene Wunde. Denn hierbei werden der Haut bereits bei der Verletzung Verunreinigungen, wie Keime oder Dreck, zugeführt und können eine Entzündung der Wunde hervorrufen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Wunde unmittelbar nach ihrer Entstehung reinigen und behandeln. Bitte sehen Sie von Seife ab und wenden Sie lediglich Wunddesinfektionsmittel an.

Sollte sich Ihre Wunde allerdings doch entzündet haben, entsteht meist eine rötliche Schwellung. Außerdem kann eine entzündete Wunde mit einer Einschränkung der Beweglichkeit der betroffenen Gliedmaßen einhergehen.

Ist die Infektion oder die Entzündung schlimmer geworden, kann es zu Eiterbildung kommen. Wichtig ist in dem Fall, dass die entzündete Wunde professionell behandelt wird, denn im schlimmsten Falle kann eine eitrige Entzündung dazu führen, dass Gewebe abstirbt oder es zu einer Blutvergiftung kommt.

Wie heilt eine Wunde ab?

Die Wundversorgung umfasst alle Maßnahmen zur Behandlung von akuten, offenen und chronischen Wunden. Zum Beispiel wären dies die Reinigung und Desinfektion der Wunde, das Verschließen und der gesamte Prozess zur weiteren Unterstützung der Wundheilung – gerade bei offenen Wunden. So lässt sich der Wundheilungsprozess in drei Phasen einteilen:

Tabelle mit den drei Phasen des Wundheilungsprozesses

Phase  
Reinigungsphase Sollte die Wunde bluten, reinigt sie sich selbst. Bitte sehen Sie davon ab, die Wunde in dieser Phase mit Seife oder andere Mitteln zu reinigen.
Granulationsphase Die Reinigungsphase lässt nach, und es bilden sich neue Gefäße sowie das sogenannte Granulationsgewebe. Die Heilung der Haut kann mit intensiveren Schmerzen verbunden sein.
Epithelisierungsphase

Das Epithel, auch Deckgewebe genannt, verschließt die Wunde schließlich durch das Bilden von Narbengewebe. 

Wann sollte man aufgrund der Wunde zum Arzt?

Sie müssen nicht wegen der Schnittwunde unmittelbar zum Arzt gehen. Allerdings sollten Sie unbedingt eine ärztliche Versorgung in Anspruch nehmen, bei:

Geheilte Wunde mit Narbenbildung
  • durch Bisswunden verursachten Verletzungen

  • großen oder tiefen Wunden

  • starken Blutungen

  • Gesichtsverletzungen

  • sich in der Wunde befindlichen Fremdkörpern

Bei letzterem ist es wichtig, dass Sie den Fremdkörper in der Wunde belassen und nicht herausziehen. Sollten Sie erkennen können, dass sich Ihre Wunde infiziert hat, konsultieren Sie bitte ebenfalls einen Arzt. Sind Sie sich unsicher, lohnt ein Arztbesuch immer – denn je länger sich Bakterien in der Wunde befinden, desto schlimmer kann die Infektion werden.

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