Auch wenn unsere Haut nicht sprechen kann; man erkennt in der Regel sehr schnell, ob die Immunabwehr, mit der sich unsere Haut vor äußeren Einflüssen schützt und die Barrierefunktion gesunder Haut unterstützt, noch funktioniert. Nicht immer muss unsere Haut im wortwörtlichen Sinne rot sehen, sprich mit deutlich sichtbaren Rötungen auf einen Einfluss reagieren. Der Hautarzt spricht von Schädigung bei:
Untrügliche Kennzeichen für kranke oder geschädigte Haut sind juckende oder brennende Hautstellen, trockene, schuppige Haut, Rötungen, Risse und Blasenbildung und Defekte in verschiedenen Hautschichten, die bis zu tief greifenden Hautgeschwüren reichen können.
Nun muss man nicht wegen jeder kleinen Hautirritation zum Arzt. Gerade Mütter mit kleinen Kindern sparen sich gerne das stundenlange Sitzen im Wartezimmer und greifen lieber zu einem wirksamen Medikament aus der Apotheke.
Entscheidend bei einer Hautschädigung ist jedoch immer, dass man schnell reagiert und bei einer Verschlimmerung oder zu langen Dauer der Schädigung den Arzt aufsucht.
Im Folgenden erfahren Sie mehr über Infektionen der Haut, wie sie häufig vorkommen:
Bei einem gesunden Menschen ist die Haut eine erstaunlich gute Barriere gegenüber Infektionen. Denn unsere Haut kommt tagtäglich mit Millionen von Bakterien und Pilzen in Kontakt, viele davon leben sogar auf ihr. Einige Menschen sind jedoch besonders anfällig für Infektionen. Diabetiker etwa, wenn die Haut – oft an den Händen oder Füßen – schlecht durchblutet ist, oder Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist.
Hautärzte unterscheiden prinzipiell zwischen einer bakteriellen Infektion und einer Infektion, die durch Pilze hervorgerufen wird.
Eine Hautinfektion kann von vielen Bakterien ausgelöst werden. Oft genügt schon ein kleiner Hautriss oder eine leichte Schramme, wie man sie sich schnell beim Spielen, beim Sport oder auch bei der Haus- und Gartenarbeit holt. Sie wird dann zur Eintrittspforte für die Bakterien. Am häufigsten werden Infektionen von Staphylococcus und Streptococcus ausgelöst. Die Palette der Erkrankungen reicht von einer leichten Akne über Neurodermitis bis hin zu lebensbedrohlichen Infektionen.
Bakteriellen Infektionen kann man gut vorbeugen, in dem man dafür sorgt, dass die Haut sauber und intakt bleibt.
Pilze, darunter auch die weit verbreiteten Hefepilze, kommen ebenfalls auf und sogar im menschlichen Körper vor. Normalerweise richten sie dort aber keinen Schaden an, wenn jedoch die Wachstumsbedingungen günstig sind und die Abwehrkraft der betreffenden Person geschwächt ist, kann der Pilz eine Infektion verursachen. Pilze bevorzugen ein feuchtwarmes Milieu. Am Körper sind das meist die Bereiche, wo Haut auf Haut trifft, also zwischen den Zehen, in der Leiste oder unter der Brust.
Infektionen in den Hautfalten verursachen gewöhnlich einen roten, oft fleckigen Ausschlag, der etwas weißliche Flüssigkeit absondert. Zur Diagnose kratzt der Arzt etwas von der Haut oder dem Belag ab und untersucht die Probe zum Erregernachweis unter dem Mikroskop.
Zeigt sich ein roter Ausschlag mit Hautreizung an einer der üblicherweise betroffenen Stellen, kann der Patient auch selber handeln, um das mitunter explosionsartige Wachstum der Pilze einzudämmen. Es gibt eine Salbe, die mit gleich zwei Wirkstoffen gegen den weit verbreiteten Candida albicans vorgeht. Zinkoxid trocknet die Haut sanft ab und beugt neuem Pilzwachstum vor, während das bewährte Nystatin gezielt gegen die Hefepilze vorgeht.